Kristallisationsverhinderer


Die Löslichkeit der meisten Stoffe in Wasser ist begrenzt, daher kommt es häufig zur Ausbildung von mineralischen Ablagerungen (Salzkrusten bzw. Steinbeläge). Diese stellen ein Hauptproblem in vielen wasserführenden Systemen dar. In der Praxis sind besonders verfahrenstechnische Apparate gefährdet, in denen abrupte Veränderungen chemischer oder physikalischer Art auftreten.

Unter bestimmten Voraussetzungen kommt es bei der Entwässerung zu Kristallisationen und deshalb zu Problemen durch Ablagerungen in den entsprechenden Entwässerungsaggregaten und den nachfolgenden Rohrleitungen, die das Schlammwasser transportieren. Die Kristallisation findet in der Regel durch eine pH-Wert Erhähung des Schlammwassers statt und wird durch Ablagerungen von nicht abgeschiedenen Schlammpartikeln verstärkt.

Mikroskopische Untersuchungen der Ablagerungen zeigen fast immer einen charakteristischen geschichteten Aufbau. Diese inhomogenen Ablagerungen können erhebliche Probleme in Zentrifugen, Pumpen und Rohrleitungen verursachen. Häufig kommt es zum fast vollständigen Zuwachsen von Rohrleitungen und somit zu einem Rückstau  des Zentrats bis in die Zentrifuge. Unter günstigen Bedingungen können die Ablagerungen Schichtstärken von mehreren Zentimetern erreichen. Die Folge sind Betriebsstörungen mit Anlagenstillstand, die   zusätzliche Reinigungs- und Wartungsoperationen erfordern.

Für den konkreten Anwendungsfall ist es in den meisten Fällen notwendig, den gesamten vorliegenden Prozess zu betrachten. Dazu ist eine Prozessaufnahme, eine Analytik des Wassers und des Belages erforderlich.

Eine Problemlösung kann auf chemischem Wege durch den Einsatz von Kristallisationsinhibitoren herbeigeführt werden.

Typische Ablagerungen:

  • Calciumcarbonat
  • Magnesiumammoniumphosphat
  • Eisenoxid-Hydrat
  • Vivianit